HUndetherapie

"Spiel mit mir und streichle mich!"

Für den Hund ist jeder Mensch - wie auch immer sein Befinden ist - etwas Besonderes. Vielfach haben ältere Menschen ihren Lebensgefährten bereits verloren, sie werden von Krankheiten geplagt, ihr Freundes- und Bekanntenkreis ist im Laufe der Jahre meist kleiner geworden und zudem mangelt es ihnen häufig an körperlicher Zuwendung. Sie sind daher oft sehr einsam. Unsere Hunde laden genau solche Menschen zum Körperkontakt ein. 

Berührungen sind lebenswichtig

Lösen von negativen Gefühlen

Ein Mensch, der nicht berührt wird, verkümmert physisch oder psychisch, er versteinert. Die Begegnung mit dem Hund soll auch Menschen, die es sonst ablehnen berührt zu werden, die Chance bieten selbst zu streicheln und vom Hund unaufdringlich berührt zu werden. Bewohner von Alters- und Pflegeheimen fühlen sich oft wie Bittsteller und glauben sie seien nutzlos. Ein Hund löst diese negativen Gefühle und unterbricht das ständige Grübeln. Da ihn Krankheiten, Alter, unangenehme Gerüche, Gedanken usw. nicht stören, nimmt er diese Menschen so wie sie sind und vermittelt ihnen wieder ein neues Selbstwertgefühl. Der Therapiehund sagt mit seiner Körpersprache:

"Spiel mit mir und streichle mich! Gib mir etwas Leckeres oder begleite mich auf einem Spaziergang!"



Mentales und motorisches Training

Bieten Sie Abwechslung

Die Bewohner fühlen sich vom Hund ohne Einschränkungen angenommen. Durch den regelmäßigen Besuch eines Therapiehundes fühlen und spüren sie Wärme, Zuneigung und Vertrauen. Sie haben die Gelegenheit, wieder selbst zu handeln und von sich aus Gutes und Liebes zu tun.

So bemühen Demenzkranke oftmals ihr Langzeitgedächtnis, weil sie sich z. B. an vergangene Situationen mit ihrem eigenen Hund erinnern. Aber auch das Kurzzeitgedächtnis ist gefordert, indem sie den Namen des Hundes wissen wollen und vielleicht auch das eine oder andere über das Tier erfahren möchten.

Und auch die Motorik wird trainiert. Es erfordert größere Bewegungen der Schultern, Arme und Hände, um einem Hund über den ganzen Körper zu streicheln. Die Feinmotorik wird durch die vorsichtige Gabe von kleinen Leckerbissen und das Befühlen der Schnauze und der Ohren des Hundes gefördert. Auch der Hundeführer wirkt durch seine Anwesenheit, seine Gespräche und seine Aufmerksamkeit positiv auf die Bewohner ein und bringt auch dadurch Abwechslung  in deren gewohnten Tagesablauf.