Immer mehr Senioren betroffen - Was hilft bei Heuschnupfen?

30. März 2023

Die Augen jucken, die Nase läuft, der Hals kratzt. Es ist wieder an der Zeit: Pollen machen sich auf den Weg. Die Zahl der Allergiker:innen hat in den letzten 20 Jahren stark zugenommen, immer mehr Menschen sind betroffen. Dabei kann man eine Pollenallergie von Kindesbeinen an mit sich tragen, oder aber erst im Alter entwickeln. Nicht nur ist Heuschnupfen sehr unangenehm, er nimmt dem Frühling für viele Betroffene etwas von seiner Schönheit. Doch es gibt ein paar einfache Maßnahmen, die Ihnen die Heuschnupfenzeit erleichtern können.

Warum entwickelt man Allergien im Alter?

Eine Allergie ist im Grunde eine Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Umweltstoffe, wie es auch Pollen sind. Treten Allergien erstmals im Alter auf, hat das oft mit Veränderungen des Immunsystems zu tun. Generell wird der Körper anfälliger für Fremd- und Schadstoffe. Etwa wird unsere Haut mit der Zeit trockener und dünner, was sie durchlässiger macht. Dass gerade Heuschnupfen sich immer stärker über alle Altersgruppen hinweg verbreitet, liegt aber auch am Klimawandel. Durch milde Winter blühen viele Sträucher und Gewächse früher, was die Pollenflugzeit verlängert. Gleichzeitig tragen höhere Temperaturen dazu bei, dass Pflanzen deutlich mehr Pollen produzieren, um sich nach Dürreperioden vor dem Aussterben zu bewahren. Wie Forschende herausfanden, machen Hitze und Trockenheit die Pollen außerdem aggressiver. Auch wenn sich infolge der Luftverschmutzung Schadstoffe wie Ozon an die Pollen anheften, verursachen diese häufiger allergische Reaktionen.



Daraus lässt sich schließen: Pollenallergien nehmen zwar verteilt über alle Altersgruppen zu, doch haben es Pflanzenpollen gerade bei älteren Menschen besonders leicht und können schnell zu einer Allergie führen. Zu diesem Ergebnis kam auch eine Untersuchung der Krankenkasse KKH. Demzufolge stieg die Zahl der Allergiker:innen in der Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen zwischen 2008 und 2018 um 27 Prozent. Bei Senior:innen über 80 haben sich die Zahlen sogar verdoppelt.

Was hilft am besten gegen Heuschnupfen?

Eine wichtige Information vorab: Die Symptome einer Pollenallergie können sich im Laufe der Zeit verschlimmern und im ungünstigsten Fall chronisches Asthma auslösen. Zögern Sie deshalb nicht, sich jederzeit ärztlichen Rat einzuholen. Hier können Sie sich auf die genauen Auslöser in Ihrem Fall testen lassen und erhalten Beratung zur medikamentösen Behandlung.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen ein paar einfache Maßnahmen an die Hand geben, mit denen sich die Symptome einer Pollenallergie im Alltag auch ohne Medikamente lindern lassen. Besonders wichtig ist es, die Wohnung möglichst pollenfrei zu halten.

 

  • Pollenfluggitter: Es gibt spezielle Gitter, die Sie ganz einfach am Fenster anbringen können. Das feine Netz lässt zwar etwas weniger Licht durch, hält dafür aber zuverlässig Pollen ab. Für eine erholsame Nacht empfehlen sich Pollengitter vor allem im Schlafzimmer.
  • Kleidung: Pollen haften sich besonders gerne an unserer Kleidung an. Ziehen Sie Ihre Straßenkleidung deshalb nicht im Schlafzimmer aus, um Ihr Immunsystem in der Nacht nicht zusätzlich zu belasten. Auch Ihre Wäsche sollten Sie während der Pollensaison lieber drinnen als draußen trocknen lassen.
  • Wohnungsputz: Saugen Sie Böden, Polstermöbel und Teppiche regelmäßig ab, um Pollen zu entfernen. Speziell dafür gibt es Staubsauger mit HEPA-Filtern, die winzige Schwebstoffe wie Pollen aus der Luft aufnehmen. Wischen Sie außerdem Möbelstücke regelmäßig feucht ab.
  • Abenddusche: Bevor Sie sich abends betten, ist es hilfreich, wenn Sie duschen und Ihre Haare waschen oder zumindest gründlich bürsten. So entfernen Sie Pollenrückstände von Ihrem Körper und können erholsamer schlafen.
  • Haustiere: Auch im Fell unserer vierbeinigen Freunde haften sich Pollen gerne an. Für den Gassigang mit Ihrem Hund sollten Sie Zeiten und Wege mit niedriger Pollenbelastung wählen sowie anschließend das Fell reinigen. Auch Freigängerkatzen können Sie öfter bürsten oder das Fell mit einem feuchten Tuch reinigen. Nach Möglichkeit machen Sie das als Allergiker:in aber nicht selbst.
  • Lüften: In Städten ist die Pollenbelastung in den Morgenstunden am geringsten, auf dem Land dagegen lüften Sie am besten abends. Darüber hinaus spielt aber natürlich auch die Wetterlage eine Rolle. Besonders Regenwetter können Sie nutzen, da der Regen die Pollen aus der Luft wäscht.
  • Luftreiniger: Sie können Ihre Wohnung mit einem Luftreiniger ausstatten. In Kombination mit richtigem Lüften helfen moderne Filter dabei, die Pollenkonzentration in Ihren Wohnräumen möglichst gering zu halten.

Fazit: Den Frühling trotz Pollen genießen können

Eine Allergie wieder komplett loszuwerden, ist vielleicht Wunschdenken. Doch gegen Heuschnupfen gibt es einige Tipps und Tricks, die das Leben mit Pollenallergie leichter machen. So bleiben Sie zumindest in Ihren vier Wänden von lästigen Symptomen wie juckenden Augen und Niesanfällen verschont. In diesem Sinne wünschen wir einen guten Start in den Frühling und hoffen, dass Sie die erblühende Natur so gut wie möglich genießen können!

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